Abschieds Tournee

Mai - Juli 2011

 

Dienstag 10. Mai, nach monatelanger Arbeit an unserem Amigo kommt der Tag des Aufbruchs. Wir fahren 8 km zum nächsten Halt. Die Reifen werden getauscht und dann geht´s wirklich los. Unser erster Stop ist Hirschegg in der Steiermark, wo wir unsere Freunde Dagmar und Rudi besuchen, die dort ihr Lamagestüt betreiben. Die Besichtigung endet mit einer Grillerei und dem Genießen des tollen Sonnenuntergangs.

Tags d´rauf fahren wir über das Salzstiegl in die Obersteiermark, wo wir Verenas Familie besuchen und ein paar Tage verbringen. Eigentlich wollen wir uns neben den Friedhof stellen, aber es herrscht reger Verkehr. Zufällig treffen wir Erika, die uns behilflich ist bei der Stellplatz-Suche. 2 Telefonate später dürfen wir über eine Privatstraße fahren, die uns unter die Autobahnbrücke bringt. Hier haben wir Ruhe. Nachts ist nix los auf der Brücke und untertags sind wir nicht anwesend, wir teilen uns die Brücke artgerecht mit der Asfinag.

Hier erleben wir auch schon, wie unsicher es in Europa ist. Eines Nachts brechen Diebe in ein Wohnmobil, ein Gartenhaus und in eine Werkstatt ein. Das alles in unmittelbarer Nähe von unserem Amigo, wir schlafen tief und bekommen absolut nichts mit.

 

Mit unserer Familie unternehmen wir viele Wanderungen rund um Kindberg, bis in die Stanz zum Sonnenweg. Danach brauchen wir eine riesige Portion Eis, da gibt es nur eine Adresse im Mürztal.... Leider ist auf der Eisbecher-Unterseite Schokosauce und dann auf der Hose.. Normalerweise kein Problem, aber nun so ganz ohne Waschmaschine ist das uncool.

 

Weiter geht die Reise nach Oberösterreich zu unserer Nichte Selina und ihrer Mutter Kathi. Selina feiert ihre Erstkommonion und so trifft sich die gesamte Familie hier. Am Nachmittag landen wir alle auf dem Gestüt, wo Selinas bester Freund Albert, seine Box hat. Hier bekommen wir eine Sondervorführung, die Generalprobe für die große Show Zirkus-Zirkus, an der Selina auf ihrem Albert teilnehmen wird.

Die Donau hat es uns angetan und wir erkunden auf unseren Radeseln die Ufer des Stroms, entdecken schöne Plätze und eine Insel. Schauen beim Schleusen der Schiffe zu und picknicken bei allerfeinstem Wetter am Fluß-Ufer.

Auf geht es, wir müssen weiter. Es regnet den ganzen Tag als wir durch das Salzkammergut fahren. Auf der Suche nach dem Weg zum Königssee landen wir in Hallein und drehen dort eine Altstadt-Runde. Am Obersalzberg campieren wir, es regnet und regnet und am Morgen hat es 6°C. Noch immer regnet es, wir lassen den Königssee links liegen und fahren die deutsche Alpenstraße Richtung Westen. Irgendwann hört der Regen auf und es wird schöner, so stellen wir uns an den Weitsee und erkunden die Umgebung.


Wir durchfahren eine wunderbare Landschaft. Bayern, Tirol, Bayern und wieder Tirol, um dann durchs Ursprungstal nach Bayrisch Zell zu kommen. Bei der Stocker Hütte stellen wir uns auf den Parkplatz und wandern tags drauf auf den großen Traithen. Für die erste Wanderung im heurigen Jahr, war es eine wilde Tour, nur steil bergauf und natürlich auch steil bergab. So verbringen wir noch eine Nacht im Tal, zum Erholen.

 

Die Sat-Antenne wird eingestellt und wir sehen das erste Mal fern im Amigo, wie echte Camper halt.
Der Schliersee und der Tegernsee kommen als nächstes auf unserer Route, es ist Vorsaison und dementsprechend nicht allzuviel los. Von den Socken haut uns aber der Walchensee, ein Gebirgssee mit einem superschönen blauen Wasser. Surfer und Kiter bügeln über das Wasser, das Wetter ein Traum. Wir radeln mit Apollo ein Stück um den See, genießen das herrliche Ambiente.

Campieren ist hier leider verboten, nur ein kleiner Platz vor dem See ist dafür gerichtet worden. Dort stehen schon einige Womo´s an den Stromzapfsäulen und machen sich fit für den Abend. Wir hauen uns einige Kilometer weiter auf einen schönen Waldweg, den wir über eine Furt erreichen. Dort haben wir unsere Ruhe.

 

Garmisch-Partenkirchen lockt uns an, verspricht es doch eine schöne Altstadt. Nein, es sind ja eigentlich 2 Altstädte und dazwischen eine schöne Strecke zu Laufen. Da gönnen wir uns doch ein Tüteneis und stellen fest, wie klein eine Kugel für einen €uronen sein kann. Um 4 €uro war die Tüte noch immer nicht voll....

Wir fahren wieder einmal nach Tirol und quartieren uns im Tannheimer Tal ein. Ein Parkplatz am Schilift muß herhalten, eh egal, denn es regnet seit wir Garmisch verlassen haben und auch den restlichen Abend. Bei so einem Wetter kann man sich den inneren Werten widmen und wir zerlegen den Wassertank, bzw. seine Anschlüsse. Weil der Deckel des Wassertanks stärker ausgefallen ist sind nun die Anschlüsse zum Befüllen und für die Entlüftung zu kurz. So wurde ein Gewinde angeschweißt, welches aber nicht so gut war wie das Originale. So war es nicht möglich die Verschraubung dicht zu bekommen. Rechtzeitig vor unserer Abreise bekommen wir aber Ersatz und wollen diesen einbauen, dabei stellen wir fest, dass ein kleinerer Durchmesser geliefert wurde. So nun wird es lustig. Am Ende ist die Entlüftung dicht, aber die Befüllung noch immer nicht. Müssen nun eine größere Beilage und Dichtung anfertigen um endlich volltanken zu können.
Weiters müssen wir noch unsere Entlüftung vom Fäkaltank neu bauen, der Durchmesser ist einfach zu klein. Dachte noch daran einen Lüfter in die Leitung einzubauen, habe diese Idee aber verworfen. Unserer Nasen zu Liebe wird es umgehend geändert ;-)
Der Wasserhahn (mit Brause zum Ausziehen) in der Küche, wird auch wieder rausgeworfen, viel zu umständlich und zum Wassersparen total ungeignet.

So nun aber genug vom Arbeiten, wir sind schon in Vorarlberg und suchen uns einen Weg durch den Bregenzer Wald hinab nach Dornbirn, wo wir meinen Bruder Gerhard treffen. Gemeinsam fahren wir über die Grenze in die Schweiz, wo er mit Familie wohnt. Zuerst aber müssen wir abdrücken, Schwerlastabgabe für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Minimum ist 7 Tage für 25 Stutz (CHF). Parkieren dürfen wir auf der Wiese vom Bauhof, Danke nochmals!!

Am ersten Tag erkunden wir die neue Rheinmündung und legen dabei einige Kilometer zurück. Sie wird sehr weit in den Bodensee hineingebaut, weil der Sedimenteintrag durch den Rhein irgendwann die Bregenzer Bucht vom See getrennt hätte.

Da wir Österreicher ja ein Bergvolk sind, zieht es uns auch dorthin. So steigen wir tags drauf in unsere Wanderstiefel und fahren in den Bregenzer Wald, aufs Bödele. Schwägerin Daniela kann nicht mit, sie muß arbeiten. Die Arme!! Entgeht ihr doch ein steiler Anstieg über die Skipiste, denn rundherum gehen ja nur die Touris.... Ja wir haben geschwitzt und waren froh, dass wir oben waren. Johanna ist zwar noch nicht so schwer, aber es reicht.
Apollo wird nie ein Schlittenhund werden!!! Nicht einmal uns hat er raufgezogen, lieber rennt er wie ein Irrer auf der Alm herum, wahrscheinlich genießt er sein "neues Leben".

Wieder daheim, ist Johanna sofort topfit und will spielen. Wir geben ihr eine Puppe, sie aber schnappt sich eine Zigarre und beißt prompt hinein. Verzieht das Gesicht und beschließt niemals zu Rauchen. Wir finden das gut so.

So bleiben uns die Zigarren und das Bier.

Da wir nun schon in der Schweiz sind wollen wir auch hier eine Alp besuchen. Wir wollen auf die Ebenalp, mitten im Appenzeller Land. Eine wunderbare Kullise umgibt uns, steil, sehr steil geht es bergauf. Aber es gibt ja Seilbahnen und so kaufen wir uns Tickets.

Von oben schaut es sich schon viel leichter hinunter! Ein Panorama vom Feinsten. Es gibt mehrere Rundwege und einen davon wollen wir abwandern, um uns das Mittagessen zu verdienen. Hinunter geht es zum Wildkirchli und zum Gasthof Äscher, welche beide in eine Felswand hineingebaut sind. Liegt ein wenig abseits, aber dafür hat er keine Nachbarn. Kindersicherung auf schweizerisch, Leinenpflicht für Kinder - wir tragen Johanna lieber.

Zuerst sind wir hinab gestiegen, um dann wieder hinauf zu steigen, die Sonne knallt vom Himmel - es wird einem warm.

Oben angekommen, warten schon die Alphornbläser auf uns und geben ein paar Stücke zum Besten. Das ist ja ein Service hier in der Schweiz!! So wurden wir ja noch nie willkommen geheißen. Wir kehren in den Berggasthof ein und erfahren dort, dass es sich bloß um das bekannteste Alphornbläser Treffen handelt.
Ein Appenzeller Käse wird bestellt und als ich den Teller auch noch mitessen will, wird mir mitgeteilt:

Es sei ein Vorurteil, dass die Appenzeller den Käse mitsamt dem Teller essen. Macht auch nix, ich bestelle dann einfach doppelt Brot zum Käse.

Hinunter wandern wir dann per pedes, über den Seealpsee zurück nach Wasserauen. Er ist ganz schön steil, der Weg ins Tal. Ist vielleicht wirklich besser, wenn man seine Sprösslinge an die Leine nimmt, oder einen anderen Weg nach unten aussucht.

Wir haben genug gesehen von der Schweiz und doch nicht alles.
Es fehlen: Der Alm Öhi, die Heidi, der Ziegen Peter und der Herr von der Ricola Werbung.

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Über Bregenz fahren wir nach Lindau. Schade nur, dass das Wetter nicht so schön ist. Die Promenade lädt zum Chillen ein, ist wirklich toll im Ländle!!
Uns treibt es Richtung München und auf dem Weg gibt es einiges zu sehen. Isny wird besucht, den hier baut der Dethleff seine Wohnmobile. Ist uns vollkommen wurscht, denn die Altstadt ist zwar klein, aber fein.

Den Abend verbringen wir auf dem ruhig gelegenen Parkplatz neben dem Eingang zum Eistobel, einer schönen Klamm.

Hier wird wieder geschraubt, weil es Zeit wird, dass der Tacho funktioniert. Bei den Restaurations-Arbeiten am Amigo, haben wir auch die Tülle am Geber für den Tacho getauscht und dabei prompt die Anschlüsse vertauscht. So nebenbei wurden andere elektrische Leitungen entfernt, so dass wir nicht mehr wußten, was den Ausfall vom Tacho verursachte ;-). Nun funktioniert der Tacho wieder und die Beifahrerin sieht nun, wie schnell wir unterwegs sind - nicht immer von Vorteil.
Auch die Wasserzufuhr zur Toilette wird umgeschlossen, da zuviel Wasser für die Spülung gebraucht wird. Es ist mit dem Vertauschen von 2 Schlauchklemmen erledigt und das Ergebnis überzeugend. Alle Schlauchklemmen nochmals nachziehen, sicher ist sicher.

Über Kempten geht es nach Sauerlach, wo wir bei unserem Freund Markus die Pfingsferien verbringen. Hier liegt auch noch Post für uns mit Paketen, die wir für den Feinschliff unseres Ausbaus benötigen. Im Hinterhof machen wir es uns bequem und tagsüber wird geschraubt.

Weiter geht es nach Erding, wo wir noch einige Formalitäten erledigen müssen. Wir brauchen einen internationalen Zulassungschein. Auf zum Landratsamt, TÜV ist leider abgelaufen, somit gibt es für uns keinen internationalen Zulassungsschein. Beim freundlichen Mercedeshändler in Erding bekommen wir kurzfristig einen Termin und haben bald darauf eine neue Plakette auf der Nummertafel. Gut gelaunt geht es ins Wochenende, denn wir wissen nun, am Montag bekommen wir den internationalen Zulassungsschein. In Erding stirbt unser Fernseher beim Einstellen des Sateliten, den Kurzschlusstot durch Nässe.

Bis zum Därr-Treffen bleibt noch ein wenig Zeit und so sehen wir uns Wasserburg am Inn an.

Das Treffen beginnt trocken, es wird aber schlechtes Wetter vorhergesagt. Wir treffen wieder viele Bekannte, die wir schon jahrelang nicht mehr gesehen haben. Jasper und Monique aus Holland, mit denen wir 2004 lange Zeit gereist sind. Auch Mark mit seinem Roger treffen wir, den wir zuletzt in Nepal gesehen haben. Hartnäckig trotzen wir dem Wetter, gegrillt wird auch bei Regen.

 

Wieder in Kärnten Zuhause arbeiten wir brav unsere Mängelliste ab, die wir auf unserer Verabschiedungstournee angelegt haben. Wir parken bei der Tischlerei Knapp ein, wo wir wieder ungestört arbeiten können. Alles kommt uns sehr vertraut vor, aber sind wir hier wirklich noch zu Hause? Wo ist jetzt unser Zuhause? Dort wo unser Amigo steht? Zeit zum Nachdenken haben wir keine, denn es wartet die Arbeit und wir haben uns den 04. Juli als Abreisetag vorgenommen.

Die Küche wird wieder zerlegt, hinter unserer Plexiglaswand ist Nässe eingetreten und nun hat sich Schimmel gebildet, der nun entfernt werden soll. Trockenlegen und Abdichten.

Beim Fäkaltank muß eine größere Entlüftung gebaut werden, deshalb muß der Kühlschrank ein paar cm weichen. Nun ist mehr Platz für die Hinterlüftung des Kühlschranks, womit hoffentlich auch dessen Stromverbrauch sinken wird.

Am Wochenende übersiedeln wir zu Wolfis Elternhaus. Der Vater hat Geburtstag und die ganze Familie trifft sich.

 

 

Dem Amigo werden neue Schuhe verpasst , es wird nun die endgültige Bereifung für die große Reise montiert. Auch beide Ersatzräder kommen an Bord, ganz zum Schluß unsere Fahrräder. Beladen und vollgetankt zeigt die Waage 12.240 kg an.

Amigo nimmt an den Bodypainting-Meisterschaften teil, Zuschauer gibt es genug und alle freuen sich über die neuen Tatoos.

Wir verbringen eine wunderschöne Zeit mit gemeinsamen Kochen und Grillen. Die Abende sind sehr warm, deshalb kommen wir immer sehr spät ins Bett.

04. Juli - wir sind noch immer in Kärnten. Irgendwie läuft alles anders als geplant:

Nach einem Monat Warten auf das iranische Visum, bekommen wir unser Pässe ohne Visum und ohne Begründung zurückgeschickt. Erst nach hartnäckigem Telefonieren erfahren wir, dass wir eine Referenznummer für die Ausstellung der Visa benötigen. In Wien wollen sie uns nicht weiterhelfen, wir sollen uns an das iranische Außenministerium in Teheran wenden. Nun ist guter Rat teuer. Wir erinnern uns an einen guten Bekannten in Tabriz, der das dortige Touristoffice leitet und kontaktieren ihn. Von ihm bekommen wir ein Reisebüro vermittelt, das uns diese Nummern besorgen kann. Nun beginnt ein reger Email-Verkehr zwischen Österreich und Iran, der nach 3 Wochen damit endet, dass wir frühestens 4 Wochen vor Reiseantritt die Nummer beantragen können. Das ist uns definitiv zu kurzfristig und wir beschließen, unser Glück in der Türkei zu versuchen.

 

Der Fernseher ist kaputt bei der Servicestelle in Deutschland angekommen. DHL stellt fehlerhafte Verpackung fest und schickt ihn kaputt zu uns nach Österreich zurück. Wir schicken ihn erneut nach D, wo er diesmal wohlbehalten ankommt, innerhalb eines Tages repariert ist und wieder auf dem Weg zu uns geschickt wird. Nach einer Woche ist der Fernseher noch immer nicht da. Er ist irgendwo am Weg verschollen. Heute bekommen wir die Email, dass DPD einen neuen Fernseher bezahlt. Hoffentlich kommt dieser diesmal gut an.

 

Der Kühlschrank, unser Sorgenkind, verbraucht noch immer viel zu viel Strom. Auf dem Weg nach Wien, fahren wir in Graz bei dem Geschäft vorbei, wo wir ihn gekauft haben. Hier stellt man fest, dass zuviel Gas im Kühlschrank ist und er deswegen zu viel Strom verbraucht. Der Stromverbrauch sinkt von 3,5 auf 2,5 A. Die Freude währt nur kurz, denn das Thermostat gibt nun endgültig den Geist auf, der Kühlschrank läuft durchgehend. Seit 2 Wochen versuchen wir ein neues Thermostat zu bekommen, aber die italienische Post hat anscheinend schon Ferragosta, denn bis heute ist noch kein Brief angekommen. Man verspricht uns ein neues Paket zu senden. So warten wir.

Wir warten noch immer, mittlerweile können wir das schon recht gut. Aber hoffentlich hat das Warten bald ein Ende!!!!

In Wien angekommen, finden wir einen schönen Stellplatz in Mödling. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln machen wir uns auf den Weg zur pakistanischen Botschaft. 10.00 Uhr, wir sind pünktlich, aber die Öffnungszeiten haben sich geändert.
Also warten wir wieder. Alles akribisch vorbereitet, so wie auf der Homepage beschrieben, aber alles umsonst, denn mittlerweile gibt es neue Formulare. In 10 Tagen können wir unsere Pässe abholen. Wir schauen uns ein paar Tage Wien an.

 

Anschließend fahren wir zu unseren Freunden Sabine und Peter.

Hier wollen wir erstmal einige Wochen zur Erholung (das wissen die Zwei aber noch nicht) verbringen, nein Erholung ist es ja keine. Am Hausboot ist noch jede Menge zu Tun und der Ferialpraktikant vom Peter hat ihm wegen zuviel "Holz-Arbeiten" abgesagt.

Ein großer Haufen unbehandelter Lärchenpfosten liegt am Grundstück und diese Pfosten sollen als Steg und Terrasse rund ums Hausboot montiert werden. So ziehen wir uns halt wieder einmal den Blaumann an und hobeln ein wenig rum.

Verena hat regen Schriftverkehr mit der iranischen Botschaft in Wien und einem Reisebüro in Teheran. Unzählige Mails gehen hin und her. Unterdessen kommt das Thermostat aus Italien und einen Tag später noch ein Zweites (weil das Erste nach über einer Woche noch immer nicht eingetroffen war, haben wir mal nachgefragt und drauf wurde ein Zweites auf den Weg geschickt). Fluggs wird es eingebaut und auf Besserung der Lage gehofft, aber eben nur gehofft. Der Kühlschrank rennt munter weiter. So nun wollen wir mal jemanden finden der so ein Gas nachfüllen kann. Auf Peter´s täglicher Kaffe-Tour kommen wir mit Ulli ins Gespräch, der bei seiner EX noch eine Gasflasche rumstehen hat. Nachdem nun fachmännisch Gas eingefüllt wird, schaltet mit einem Mal der Kühlschrank nach erreichen der Soll-Temperatur wieder ab...

Während sich unser TV, bzw. der Händler in Norddeutschland Zeit lässt mit dem Versenden vom Fernseher, fahren wir mit Bini und Peter auf Urlaub, in die Wachau. Beim Pauli in der Weinschänke wird erst mal anständig gejausnet, bevor wir seinen Weißwein verkosten. Da dieser sehr gut ist, tun wir das bis spät in die Nacht hinein. Die Gläser sind leer und wir - voll. Was gibt es denn am nächsten Tag schöneres als ausgiebig zu wandern. Gefühlte 70 Km geht es zuerst bergauf, um dann über Dürnstein zur Donau hinunter zu steigen, auf dem "Welterbe-Steig".

Zurück geht es dann etwas flacher der Donau entlang durch die Weingärten. Unterwegs klauen wir noch anständig Marillen und Ringlotten, da uns hier eh niemand kennt. Peter geht mit einigem Abstand vor uns her und tut so als kenne er uns nicht...
Nur zur Sicherheit: Die Früchte sind alle auf der Straße rumgelegen, wenn wir sie nicht gegessen hätten, wären sie überfahren worden!!

Hurra!! Wir reisen ab!!
Da endlich unser Fernseher gekommen ist, können wir ja nun fahren... Spass beiseite, wir haben noch immer keine Referenznummer vom Iran bekommen. Die iranische Botschaft in Wien gibt uns eine andere Adresse wo wir wegen der Nummer anfragen könnten und dieses sollte im Normalfall immer funktionieren. Also beschließen wir mal in die Türkei zu fahren um dann dort die Visa zu machen. Vorher wird wieder Abschied gefeiert, da wir das nun schon 2x hinter uns haben, kennen wir uns nun mit dem Prozedere aus.
Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen!!

Am nächsten Morgen noch ein Kontrollanruf bei der Botschaft. Wir können es kaum glauben - die Referenznummer ist angekommen und wir könnten heute noch die Pässe abholen. Na dann verlängern wir doch glatt noch einen Tag und rauschen mit dem Pajero, den uns Peter leiht, in die City. Endlich haben wir unser Pässe in den Händen, noch einige Einkäufe tätigen und zurück an den Teich. Da uns mittlerweile schon die Nachbarschaft schon von weitem grüßt, wird es Zeit aufzubrechen...

 

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